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Ehrenpromotion der Freien Universit?t Berlin für Professor Hanoch Gutfreund

Physiker sowie emeritierter Rektor und Pr?sident der Hebrew University of Jerusalem für seine wissenschaftliche Arbeit sowie für sein wissenschaftspolitisches Engagement gewürdigt

Nr. 171/2021 vom 02.09.2021

Der Physiker Prof. Dr. Hanoch Gutfreund, Leiter des Albert-Einstein-Archivs der Hebrew University sowie emeritierter Rektor und Pr?sident der Hebrew University, ist mit der Ehrenpromotion der Freien Universit?t Berlin ausgezeichnet worden. Verliehen wurde sie am Mittwochabend im Rahmen eines Festakts. Mit der Verleihung würdigt der Fachbereich Physik der Freien Universit?t die au?erordentliche wissenschaftliche Leistung von Hanoch Gutfreund, insbesondere auf dem Gebiet der Theorie der neuronalen Netze. Zur Begründung hei?t es, durch seine wissenschaftlichen Beitr?ge und seine vielseitigen internationalen Kontakte geh?re er zu den führenden Experten über die Geschichte der Relativit?tstheorie, der Quantentheorie und der statistischen Physik. Zu seinen besonderen wissenschaftspolitischen Verdiensten z?hle der Aufbau eines internationalen Netzwerks, das sich mit der Forschung Albert Einsteins befasst. Darüber hinaus habe sich Hanoch Gutfreund als Rektor und Pr?sident der Hebrew University au?erordentlich um deren wissenschaftliche und institutionelle Entwicklung verdient gemacht und die Beziehungen der Hochschule zu internationalen, deutschen und Berliner Universit?ten, insbesondere der Freien Universit?t, gest?rkt.

Hanoch Gutfreund promovierte im Jahr 1966 in Physik an der Hebrew University of Jerusalem und war von 1990 bis 1997 Rektor sowie Pr?sident der Universit?t. Seine Forschungsinteressen sind theoretische Festk?rperphysik, Mechanismen der Supraleitung, statistische Physik, Theorie der neuralen Netze, Computational Neuroscience und die Geschichte der Relativit?tstheorie.

Seit 1997 ist er Leiter des Albert-Einstein-Archivs an der Hebrew University und besch?ftigt sich intensiv mit den Originalschriften von Albert Einstein. Im Zuge dessen befasst er sich auch mit gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen von Wissen und Wissenschaft und hat mehrere wissenschaftsgeschichtliche Monografien ver?ffentlicht. Im Jahr 2005 organisierte er im Rahmen des Einsteinjahres anl?sslich des 50. Todesjahres von Albert Einstein zahlreiche Aktivit?ten in Deutschland, unter anderem die Einstein-Ausstellung in Berlin sowie die F?rderung des Einstein-Forums in Potsdam.

Am Fachbereich Physik der Freien Universit?t unterstützte Hanoch Gutfreund den Physikprofessor Gerhard Simonsohn dabei, dessen Dokumentation über historische Quellen zur Verfolgung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen in der Zeit des Nationalsozialismus an die Gedenkst?tte Yad Vashem in Jerusalem zu überführen.

Pressefoto

?bergabe der Urkunde beim Festakt im Henry-Ford-Bau

?bergabe der Urkunde beim Festakt im Henry-Ford-Bau
Bildquelle: Arne Sattler

v. l. r.: Professor Günter M. Ziegler, Pr?sident der Freien Universit?t Berlin, Professor Martin Weinelt, Dekan des Fachbereichs Physik der Freien Universit?t und Professor Hanoch Gutfreund, ehemaliger Rektor und Pr?sident der Hebrew University of Jerusalem

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr. Martin Weinelt, Fachbereich Physik, Freie Universit?t Berlin, E-Mail: weinelt@physik.fu-berlin.de